Bewegungsmoment

Wer kennt es nicht: Durch Belastungen des Körpers im Arbeits- und/oder Freizeitalltag entstehen Bewegungs-und Haltungsmuster, die zu Verspannungen und Schmerzen führen können.

Ständiges Sitzen am Bürotisch, häufige Gartenarbeit, langes Stehen oder sportliche Aktivitäten, aber auch emotionale Erfahrungen und Zustände sowie Traumata haben einen Auswirkung auf unseren Körper. Sie alle haben gemeinsam, dass sich unser Fasziennetz im Körper den entsprechenden Belastungen anpassen muss und Spannungsmuster aufbaut, um in der Gravitation noch aufrecht sein zu können. Der Körper fällt in ein Ungleichgewicht - wir finden nicht mehr aus den Mustern heraus.

Dr. Ida Rolf, seinerzeit Biochemikerin, hat erkannt, dass die Schwerkraft in eine Körpertherapie miteinbezogen werden muss. Ihre Therapieform "Rolfing - Strukturelle Integration" betrachtet den Körper als Ganzes, als Einheit, sowohl emotional wie auch strukturell. Zeit ihres Lebens hat sie sich damit beschäftigt, wie man mit manuellen Techniken sowie einer Bewegungs- und Haltungsschulung den Körper als Ganzes in der Schwerkraft integrieren kann.

Durch Rolfing kann sich der Körper neu orientieren, neu organisieren, neu ausrichten. Es braucht beinahe keine aktive Muskelkraft mehr, um sich aufrecht zu halten, weil sich das Fasziennetz wie erwähnt neu organisieren kann.

In einer Serie von 10 Sitzungen werden die Klienten in Zusammenarbeit mit dem Rolfer / der Rolferin darin unterstützt, ihren Körper neu auszurichten. Es werden nach Ursachen und nicht nach Symptomen gesucht und Bewegungs- sowie Haltungsmuster verbessert. Die Faszien werden wieder geschmeidig und verhelfen zu einer bewussteren Körperwahrnehmung und einer nachhaltig veränderten Art, sich zu fühlen und bewegen.

Rolfing eignet sich für Menschen jeder Alterskategorie. Egal ob Sportler, Frauen während und nach der Schwangerschaft, Menschen mit Operationen, chronischen Schmerzzuständen oder oder auch Menschen, denen eine bewusstere Lebensform wichtig ist - jeder kann profitieren.

Wichtig ist eine aktive Zusammenarbeit mit dem Therapeuten und die Offenheit sowie Bereitschaft für Veränderung.